Dachs beim Bau der Wehrhahnlinie

Düsseldorf baut die Wehrhahnlinie

Wir begleiten das Millionenprojekt

Der Bau der neuen U-Bahn-Strecke bedeutet eine Herausforderung für Stadt, Bauunternehmen, Anwohner, Händler und Pendler. Wir berichten in diesem Blog regelmäßig über alles, was der Bau mit sich bringt - mit Meinung und Hintergrund.

Bauarbeiten unter der Erde gehen voran

Die Wehrhahnlinien-Baustellen verschwinden so langsam von der Oberfläche. Zwischen Bilk und Innenstadt entspannt sich die Verkehrslage also ein wenig. Gleichzeitig geht unter der Erde der Ausbau der neuen U-Bahnhöfe weiter. Beim U-Bahnhof Graf-Adolf-Platz sind die Ausbauarbeiten am weitesten vorangeschritten. Dort sind Sohlen, Wände und Teile des Bahnsteigs bereits betoniert. Richtung Norden und Süden beträgt der Durchmesser der Röhre fast neun Meter. Bis Ende 2012 soll dann der Rohbau am südlichen Abschnitt der Wehrhahnlinie fertiggestellt werden.
Im Januar 2013 fangen dann dort die Ausbauarbeiten an. Begonnen werden soll mit der Verlegung der Gleise, weiter geht es mit dem Einbau der technischen Ausrüstungen, dem architektonischen Ausbau und am Ende folgt dann noch die künstlerische Gestaltung.
Im östlichen Abschnitt der Wehrhahnlinie werden die U-Bahnhöfe nach gleichem Muster gebaut. Zwei Ausnahme gibt es aber: Am U-Bahnhof Heinrich-Heine-Allee wird ein Eispanzer als Schutz benötigt, damit in bergmännischer Bauweise gearbeitet werden kann. Auch an der Benrather Straße konnte die Tunnelbohrmaschine ebenfalls nicht zum Einsatz kommen.
Im Sommer 2015 soll dann der neue Tunnel zwischen dem Wehrhahn und dem Bilker Bahnhof frei gegeben werden.

  • Unsere Bildergalerie zur Wehrhahnlinie
  • 29. März 2012, Daniel Fiene

    Neues von der Baustelle!

    Und täglich grüßt die Wehrhahnlinie. Laufend tut sich etwas bei den Bauarbeiten: Im Süden geht es mittlerweile immer weiter unter die Erde. Am Bilker Bahnhof werden ab nächster Woche Gleise verlegt, um Platz für die künftige Rampe zu schaffen und am Wehrhahn geht die Tunnelbohrmaschine auch voran.
    Laut Verkehrsdezernent Stephan Keller liegt man damit insgesamt genau im Zeitplan. Am Wehrhahn ist die Tuborine gerade unter der Kreuzung Tonhallenstraße - da sind 600 Meter von insgesamt 900 Metern erreicht. Deshalb verlagert sich der Schwerpunkt gerade etwas in Richtung Süden, zur Baustelle am Bilker Bahnhof.
    Der nächste Schritt wird die Verlegung der Gleise sein. Die müssen erst einmal weiter nach außen gelegt werden. So soll der Haltepunkt Bilker Bahnhof peu a peu aufgelöst werden, komplett ab 2012, damit die Rampe Platz hat. Die braucht man nicht nur für den Endzustand, sondern auch schon vorher, um Materialien für zu den Baustellen transportieren zu können. Die Bahnen halten dann ab Januar auf der Aachener- und auf der Brunnestraße.
    Ab Mitte November soll die Elisabethstraße wieder zweispurig befahrbar sein. Ab März 2012 sollen alle Sperrungen aufgehoben werden und die Westseite Elisabethstraße ebenfalls fertig sein. Sie soll dann wieder so aussehen wie vor den Arbeiten an der Wehrhahnlinie.

    27. September 2011, Daniel Fiene

    Die Tunnelbohrmaschine kommt voran!

    Die Tunnelbohrmaschine hat bereits 300 Meter des Wehrhahnlinie-Tunnels gegraben. Damit etwa ein Drittel der Röhre fertig. Die Tuborine beginnt jetzt, sich unterhalb der Schwadowstraße entlang zu graben. Unterhalb des Tausendfüßlers wurden spezielle Röhrenringe verbaut, die Stahl-Tübbings heißen. Dazu Herr Wittkötter (Projektleiter der Wehrhahnlinie): “Das sind Stahlteile die miteinander hochfest verschraubt sind, und damit bigesteif sind. Das ist ein Begriff aus der Statik”.
    Sie bilden die Tunnel-Innenwand. Normale Tübbings werden nur von Druck zusammengehalten, Stahl-Tübbings werden hingegen verschraubt. Sie sind stabiler und verformen sich nicht, wenn später der Auto-Tunnel für den Kö-Bogen nahe des U-Bahntunnels entsteht. Insgesamt werden für die Wehrhahnlinie 640 Tübbings verbaut, fast 200 sind bereits montiert. Die Tunnelbauarbeiten liegen im Zeitplan und sollen im Oktober abgeschlossen werden.
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    27. Juli 2011, Daniel Fiene

    Wehrhahnlinie trifft Kö-Bogen

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    Die Bauarbeiten für die Wehrhahnlinie und den Kö-Bogen stellen die Stadt in den nächsten Monaten vor eine besonders große Herausforderung. An der Kreuzung von Schadowstraße und Berliner Allee treffen die beiden Großprojekte direkt aufeinander. Mitten in der Stadt gibt es nicht nur wenig Platz, die Arbeiter haben auch nur wenig Zeit. Mitte Juni soll die Tunnelbohrmaschine den späteren U-Bahnhof Schadowstraße erreicht haben. Bis dahin muss die Decke des Bahnhofs fertig sein. - An der gleichen Stelle entsteht - nur ein paar Meter weiter oben - der Süd-Nord-Autotunnel für den Kö-Bogen. Das Stück, das den U-Bahn-Tunnel kreuzt, muss spätestens im November fertig sein. Dann soll nämlich untendrunter planmäßig der U-Bahnhof ausgebaut werden.

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    24. Mai 2011, Daniel Fiene

    Stadt stellt Design der U-Bahnhöfe vor

    U-Bahnhöfe sind ja eigentlich keine Orte, an denen man sich lange gerne aufhält. Noch nicht! Die neuen unterirdischen Stationen der Wehrhahnlinie sollen echte Hingucker werden. Die Stadt hat dafür Künstler beauftragt, die U-Bahnhöfe zu gestalten. Sie lässt sich das drei Millionen Euro zusätzlich kosten. Heute (Donnerstag, 12. Mai) wurden die Entwürfe für die sechs neuen Bahnhöfe präsentiert, mit zum Teil verrückten Sachen. Zur Grundidee: Das ist die eines Kontinuums, also einer unterirdischen Parallelwelt. Die Bahnhöfe sind Teile dieser Welt aber ganz besondere Orte. Sie sind nämlich die Verbindung zwischen der Parallelwelt und der echten Welt. Das funktioniert dadurch, dass eine Verbindung geschaffen wird von oben nach unten. Es gibt Einschnitte, Schlitze, durch die Tageslicht in den U-Bahnhof dringt. Das ist bei fast allen Bahnhöfen so. Da gibt es zum Beispiel den Bahnhof Benrather Straße, der ist einem Raumschiff nachempfunden. Die Fahrgäste werden zu Astronauten. Es gibt Fenster, in Form von Monitoren, aus denen man in den Weltraum gucken kann, da fliegen dann Planeten vorbei. Im Bahnhof Heinrich Heine Allee gibt es einen Klangraum, in dem die Geräusche der Menschen in Musik verwandelt werden, und im Bahnhof Schadowstraße werden die Bewegungen der Leute über der Erde gezeigt, man filmt das alles, es wird verfremdet und dann an die Wand geworfen. Sehr spannend sahen diese Entwürfe aus, wie Sie auf den Fotos sehen können. Die Stadt das zum einen, um die Weltoffenheit und die Kreativität Düsseldorfs zu zeigen und dann auch aus einem ganz praktischen Grund. Man hofft, dass durch die Offenheit, durch das Licht, das in die Bahnhöfe fällt, dass dadurch Angsträume vermieden werden. 2015 soll die Wehrhahnlinie fertig sein. Die Arbeiten zu den Bahnhöfen starten 2012 / 2013 am Graf-Adolf-Platz mit dem Ausbau. Anderthalb Jahre plant man pro Station ein, parallel werden im Tunnel die Gleise und die Technik eingebaut.

    gesamtkonzept2.jpg
    Zur Galerie mit den Fotos aller Bahnhöfe.

    12. Mai 2011, Daniel Fiene

    Ausbau der U-Bahnhöfe

    Die Grabungsarbeiten der Tuborine sind noch nicht abgeschlossen und doch wird schon am Graf Adolf Platz und am Kirchplatz mit den Arbeiten an den ersten künftigen U-Bahnhöfen begonnen.
    Doch die Bauarbeiten sind auch begleitet von Abrissarbeiten. Da die Tuborine die Strecke in einem durchgegraben hat, müssen Teile des fertigen Baus abgerissen werden, um Freiräume und Zugänge für die Bahnhöfe zu schaffen. Obwohl man damit Teile umsonst gebaut hat, sei dies laut einem Sprecher weitaus kostengünsitger, als die Bohrung der Tuborine immer wieder neu anzusetzen.

    Im Oktober sollen dieser teilweise Abriss des Tunnels und die Aushubarbeiten fertig sein- dann beginnt der eigentlich Roh-Bau des Bahnhofs. So sind für die nächsten Abschnitte am Kirchplatz und dem Ostast wie auch die Strecke vom Corneliusplatz zum Wehrhahn, die von der Tuborine im April gegraben wird, - jeweils ein Jahr Arbeiten eingerechnet.
    Damit aber sind die überirdischen Arbeiten größtenteils abgeschlossen und es kommt zu keinen weiteren Sperrungen.

    Im Schacht

    Im Schacht

    Im Schacht

    Im Schacht

    Im Schacht

    Im Schacht

    21. März 2011, Daniel Fiene

    Finale Etappe der Tunnelbohrmaschine eingeläutet

    Heute Vormittag wurde die finale Etappe der Tunnelbohrmaschine zum Bau der Wehrhahnlinie eingeläutet. Das Schneidrad der Bohrmaschine wurde im Startschacht am Corneliusplatz versenkt, bei einem Raddurchmesser von fast zehn Metern eine Milimeterarbeit. Ein Schwerlastkran hob das 115 Tonnen schwere Rad in die Baugrube.

    Bis Anfang April soll mit der Grabung der letzten Strecke zum Wehrhahn begonnen werden, sodass Ende des Jahres der rund ein Kilometer lange Tunnel fertig sein soll. Spätestens 2015 soll dann der Bahnverkehr zwischen Bilk und Wehrhahn unter der Erde verlaufen.

    28. Februar 2011, Daniel Fiene

    Aushebung der ersten Bahnhöfe und Behinderungen am Wehrhahn

    Die Bauarbeiten für die Wehrhahnlinie gehen voran und während im Süden zwischen Bilk und der Kasernenstraße bereits die ersten Bahnhöfe ausgehoben werden, sollen die Arbeiten an der Oberfläche, die für starken Lärm und Behinderungen im Straßenverkehr geführt haben, in den nächsten Monaten zurückgehen.
    Damit Anfang April die Tunnelbohrmaschine mit dem zweiten Tunnel für die U-Bahn beginnen kann, sollen zudem auch die Schlitzwände fertig gestellt.

    Doch die Bauarbeiten sind weiterhin mit Behinderungen verbunden:
    So wurde am Wehrhahn, an dem aktuell die Kreuzung umgebaut wird eine Linksabbiegerspur eingerichtet, um Rückstau in der Adlerstraße zu vermeiden. Auch die Haltestellen der Straßenbahn sind hiervon betroffen und wurden verlegt: die S-Bahn hält nicht mehr auf der S-Bahnbrücke, sondern auf der Uhland- und der Pempelforterstraße.
    Für die Fußgänger wird es noch größere Einschränkungen geben, da die Bürgersteige zwischen Wehrhahn und Kaufhof noch schmaler werden. Um zu verhindern, dass der Abstand zwischen der Tuborine zu den Häusern zu gering ist, muss unter der Oberfläche als Sicherheitsmaßnahme eine Betonhaupe gebaut werden

    Der nächste Bauabschnitt wird den Bereich vom Jan-Wellem-Platz bis hoch zum Wehrhahn umfassen.

    23. Februar 2011, Daniel Fiene

    Planungen für die Tunnelbohrung im April führen zu Sperrungen

    Nachdem der erste Tunnel zwischen Bilk und der Altstadt ja schon fertig ist, startet die Tunnelbohrmaschine Tuborine im April mit den Bohrungen des zweiten Tunnels, vom Corneliusplatz aus bis zum Wehrhahn.

    Schon jetzt starten aber die Vorbereitungen rund um den Corneliusplatz.
    Da ein großer Kran aufgebaut wird, um zunächst kleinere Teile von Tuborine in den Schacht einzulassen, wird die Königsallee im Bereich zwischen der Theodor-Körner- und der Elberfelderstraße ab heute Abend 21 Uhr bis Sonntag früh 9 Uhr gesperrt.
    Am Montag wird dieser Teil der Straße zwischen 22 Uhr und 6 Uhr erneut gesperrt werden, um dann größere Teile der Tuborine herabzulassen.

    Doch auch der westlicheTeil der Kö zwischen Trinkaus- und Benrather Straße ist am Montag von einer Sperrung betroffen.
    Dort werden ab 22 Uhr bis Donnerstag 6 Uhr Rohre verlegt, um die Tunnelbohrmaschine mit Beton zu versorgen.
    Für alle Sperrungen werden Umleitungen eingerichtet.
    Weitere Planungen im April umfassen die Bohrung des letzten Kilometers Richtung Wehrhahn.

    Gleichzeitig gehen am Graf Adolf Platz die Bauarbeiten für den künftigen U-Bahnhof weiter. Wegen dieser Arbeiten muss die Elisabethstraße kommende Woche für 2 Tage gesperrt werden.

    4. Februar 2011, Daniel Fiene

    Beginn des Ausbaus der künftigen U-Bahnhöfe

    Die Arbeiten für die Wehrhahnlinie gehen in die nächste Phase. Am Graf-Adolf-Platz und am Kirchplatz wird jetzt der Ausbau der künftigen U-Bahnhöfe vorbereitet. Dazu muss der bereits gegrabene Tunnel wieder aufgebrochen werden.

    Über eine 6×4m große Montageöffnung oberhalb der künftigen Bahnhöfe wird der Tunnel dann fast komplett mit Erde aufgefüllt. So soll die Tunneldecke für die folgenden Arbeitsschritte standsicher gemacht werden. Im Anschluss daran beginnen die Arbeiten zu den Tunnelzugängen. Insgesamt ist der U-Bahn-Tunnel inzwischen knapp 1,3 Kilometer lang. Im Frühjahr wird die Tunnelbohrmaschine Tuborine wieder zum Einsatz kommen und den letzten Abschnitt vom Corneliusplatz zum Wehrhahn graben. Die erste U-Bahn soll 2014 fahren.

    Zum Eurovision Songconest sollen die Baustellen noch etwas aufgehübscht und die kilometerlangen Bauzäune als Werbeflächen vermietet werden.

    25. Januar 2011, Daniel Fiene